BildmotivUnser Informationsservice rund um das Thema Diabetes

Schwangerschaftsdiabetes = Gestationsdiabetes

Gestationsdiabetes oder
auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, was ist das?

Allgemein spricht man von Schwangerschaftszucker. Darunter versteht man eine meist vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels, die während der Schwangerschaft zum ersten Mal auftritt.

Was sind die Ursachen?

Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, Übergewicht und Fehlernährung führen zu einer mangelnden oder verzögerten Insulinproduktion, oder aber zu einer gestörten Insulinwirkung. Dies läßt den Blutzuckerspielgel steigen. Weitere Faktoren, die das Auftreten eines Schwangerschaftsdiabetes begünstigen sind:

  • Diabetes in der Familie
  • Diabetes oder Komplikationen in früheren Schwangerschaften
  • vorangegangene Geburten eines zu großen Kindes – Geburtsgewicht des Kindes
    über 4000 g
  • Alter der Schwangeren über 35 Jahre
  • Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung vor allem verbunden mit Übergewicht.

Was sind die Anzeichen?

Häufig bleiben Anzeichen aus und der Schwangerschaftsdiabetes verläuft ohne Beschwerden. Deshalb ist die Bestimmung [Diagnose] nur durch einen oralen Glucose-Toleranztest [oGTT] zuverlässig möglich. Hierbei handelt es sich um das Trinken einer zuckerhltigen Lösung und anschließendem Blutzuckermessen nach bestimmtem Schema.

Ihr(e) Frauenarzt(in) wird Sie beraten!

Was sind die Folgen?

Bleibt ein Diabetes in der Schwangerschaft unbehandelt, kommt es sehr häufig zu Komplikationen:

  • zu schnelles Wachtum und Übergewicht des Kindes
  • erhöhte Fruchtwassermenge und Durchblutungsstörungen des Muterkuchens (Plazenta)
    führt zu einer Mangelversorgung des Kindes
  • die Ausreifung der kindlichen Organe, besonders der Lungen, ist verzögert.

Je schneller sich der mütterliche Blutzuckerspiegel normalisiert,
desto geringer die Risiken für Mutter und Kind!

Wie wird behandelt?

In der Regel ist es ausreichend die Ernährung konsequent umzustellen und Blutzuckerselbstmessungen in bestimmten Abständen durchzuführen. Im Zusammenspiel mit regelmäßiger Bewegung, reichen die Maßnahmen bei ca. 90 % der Patientinnen aus.

weitere 10 % werden mit einer zeitlich begrenzten Insulintherapie behandelt. In jedem Fall sollte eine optimale Blutzuckereinstellung das Ziel sein. Dieses bedarf der Schulung und guten Versorgung durch ein erfahrenes Diabetesteam.

Was ist zu tun?

Grundsätzlich sollte während jeder Schwangerschaft zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche ein Zuckerbelastungstest durchgeführt werden. Für die Gynäkologen kein Problem. Führen Sie ein Gespräch!

Sind die ergebnisse grenzwertig, sollte der Test nach 4-6 Wochen wiederholt werden, da im letzten Drittel der Schwangerschaft die Möglichkeit, einen Diabetes mellitus zu bekommen, deutlich ansteigt. Für jede Schwangere!

Wie geht es weiter?

In den meisten Fällen ist der Diabetes nach der Schwangerschaft verschwunden. Alles weitere ist wenig Aufwand mit großer Wirkung für Mutter und Kind!

 

 

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Dr. med. Peter Nitsche
Facharzt für Innere Medizin
Diabetologie - Ernährungsmedizin - Sportmedizin

Prof. Dr. med. Wolfgang Wiegelmann
Facharzt für Innere Medizin
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